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Thema: Elektromobilität - Der Weg in die Zukunft? Nützliche Links in Beitrag 1.

  1. #886
    alter Sack e.V. Mitglied Avatar von fischi
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    Zitat Zitat von Steel Beitrag anzeigen
    ... UND es trifft hier schwächere in der Gesellschaft, die eben kein Geld für ein neues Elektroauto haben bzw. keinen Stellplatz wo sie es laden können...
    Wie hat der Altmaier da letztens so schön gekontert: nun ja, bei solchen Vorhaben gibt es wie überall Gewinner und auch Verlierer. Klasse Eigentor im Abstiegs...äh...Wahlkampf.
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  2. #887
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    Steel ich bin wirklich verwundert, das du mit so Argumenten wie dem Gasherd (alternativ tut es auch der beliebte Adventskranz) oder Reifen- und Bremsenabrieb kommst. Das sind Nebelkerzen, die so einfach nicht stimmen.

    Reifenabrieb hat das E-Auto, korrekt. Bremsstaub kann sich jeder selbst ausrechnen, wieviel weniger das ist, wenn Beläge an Autos wie dem Model S mindestens 120.000km halten.

    Beides soll aber vermitteln, dass Verbrenner quasi keine Schadstoffe ausstoßen? Also der Großteil kommt von Rad und Bremse? :/

    Gasherd: Die Studie 2011 aus Schottland war sie glaube ich, Ergab für den Gasherd 4.000 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter, korrekt. Jetzt muss man aber so ehrlich sein und auch sagen, das dazu ein geschlossener Raum nötig war, der Herd auf allen vier Flammen volle Lotte brannte und das für zwei Stunden. Und auch dann war der Wert ein kurzzeitiger Höchstwert und das eben nicht gemittelt im Raum gemessen, sondern örtlich Nähe des Herdes.

    Es wird also ein kurzzeitiger, lokaler peakwert mit einem langfristigen Mittelwert verglichen.

    Hier wird ordentlich Informationsarbeitet geleistet, von den Verteidigern der alten Technik.

    Und ja, technisch wäre eine sehr gute Abgasreinigung möglich. Diese wird aber nicht verbaut und auch nicht so betrieben, dass sie jederzeit immer Funktioniert. Auch nach Dieselgate nicht. Denn dann würde der Kaufpreis sich wohl deutlich erhöhen, für Neufahrzeuge mit klassischem Verbrenner.
    Kaltstart, Kurzstrecke und hohe Geschwindigkeiten. Hier schalten die entsprechenden Systeme noch immer ab.

    Und so gesehen hilft es eben auch, wenn man die bestehende Technik noch mal genau und fair bewertet und dann eventuell gesetzlich neu regelt. Wenn Autobauer versprechen, ihre Reinigung funktioniert, dann her mit dem Abgastest, der im realen Leben gemessen wird, ab Sekunde 1. Und dann alle Grenzwerte einhalten.
    Das wäre nur fair. Würde aber quasi “über Nacht” die Industrie töten, da die gesetzlichen Forderungen eben nicht so einfach einzuhalten sind.

    Edit: Und ja, ich teile die Auffassung, das man nicht nur an einer Stellschraube drehen darf. Das wird der Komplexität des Problems auch nicht gerecht.

    Wenn wir von schon hoch besteuerten Kraftstoffen reden, müssen wir auch von den sehr hohen Stromkosten für den kleinen Endverbraucher sprechen. Das Prinzip “starke Schultern tragen mehr, als Schwache” funktioniert hier rein gar nicht. Im Gegenteil! Die Großverbraucher werden bevorzugt und dürfen min Gegenzug sogar motzen, was Versorgungssicherheit und Ähnliches betrifft. Das ist Rosinenpickerei.
    Geändert von SPY#-2194 (06.05.2019 um 09:57 Uhr)
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  3. #888
    alter Sack e.V. Mitglied Avatar von fischi
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    Habe ich nur den Eindruck, oder wird in dieser Argumentation so getan, als würde die Luft in den Städten immer unerträglicher und es besteht deshalb dringender Handlungsbedarf? Das Gegenteil ist der Fall: https://www.umweltbundesamt.de/theme...aet#textpart-1
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  4. #889
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    Avatar von SPY#-2194
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    Nein, natürlich sollte die Luftqualität besser geworden sein. Sonst wären ja sämtliche bisherige Anstrengungen umsonst gewesen.
    Schwefelarme/-frei Kraftstoffe, Katalysatoren, Minergiehäuser, Filteranlagen, pipapo. Teilweise werden da ja Daten aus den 1980’er Jahren ausgewertet.
    Tut doch aber dennoch nichts zur Sache, das Grenzwerte noch immer gerissen werden und man demnach noch weiter arbeiten muss. Oder reicht “halb so giftig” aus?

    Ziel muss es doch sein, möglichst 100% Energieversorgung aus einem Kreislaufsystem zu haben.
    Klar echt das auch mit e-Fuel oder anderen Techniken. Nur wieviele Anlagen laufen bisher mit welchem Wirkungsgrad? Wieviele Anlagen würde man benötigen, um alle jetzige Mobilität und die zukünftige zu 100% auf e-Fuel zu betreiben?

    Was der E-Mobilität fehlt, ist ein noch marktreiferes Speichermedium, als der derzeitige Stand der Akkutechnik. Das sollte sich aber durch nun verstärkte Forschungen recht schnell erledigt haben.

    Für die zukünftige Energieversorgung fehlt es noch an Netzspeichermedien und eine dezentralere Energieversorgung, dann kann man auch mit Vollgas in die Erneuerbaren investieren/umstellen.

    Und das Alles bräuchte auch e-Fuel, Wasserstoff oder andere Systeme. Und sogar noch mehr davon, als reines Batterieelektrisches Fahren, denn die Wirkungsgrade sind eben nochmal um einiges schlechter.
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  5. #890
    alter Sack e.V. Mitglied Avatar von fischi
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    Das sind schon ein paar handfeste Unklarheiten, oder? Zumindest ist es ein ordentliches Risiko, auf so einer Grundlage all-in zu gehen und die gesamte Energiewirtschaft und Infrastruktur des Landes auf den Kopf zu stellen. Und dazu auch noch international den großen Max markieren. Wie würde man in der Privatwirtschaft einen Unternehmer bezeichnen, der so an eine Geschäftsgrundlage rangeht?
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  6. #891
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    Um das Thema wieder auszulagern, E-Mobilität braucht keinen Ökostrom. Also Energiewende muss hier nicht primär immer besprochen werden.

    Und was E-Mobilität betrifft ist Deutschland leider International unbedeutend. Also ausser im Ankündigen. Geliefert wird in China und in den USA, etwas boch in Frankreich und Korea.
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  7. #892
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    Zitat Zitat von SPY#-2194 Beitrag anzeigen

    Und was E-Mobilität betrifft ist Deutschland leider International unbedeutend. Also ausser im Ankündigen. Geliefert wird in China und in den USA, etwas boch in Frankreich und Korea.
    Schweden. Norwegen. Holland. Belgien.
    Mach was gegen hässlich! * Verkaufe: JDM DC2 Heckschürze@100€, EK-HB prefl Rückleuchten @15€
    Zitat Zitat von kito Beitrag anzeigen
    beeindruckend, wie du in deiner sicherlich spärlichen Freizeit, ganz alleine, mit einfachen mitteln, ideenreichtum, in der ausführung auf höchstem niveau und vor allem mit beinahe spielerischer leichtigkeit einfach immer wieder dein auto kaputt machst.

  8. #893
    alter Sack e.V. Mitglied Avatar von fischi
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    E-Mobilität braucht keinen Ökostrom. Richtig. Ökostrom braucht aber E-Mobilität. Jedenfalls solang es keine anderen Speicher gibt. In Norwegen boomt gerade der Absatz. Warum? Niedrige Strompreise mit fallender Tendenz und hohe Benzinpreise. Bei 16ct/kWh gegen 1,80 €/Liter ist das aber auch kein Wunder.
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  9. #894

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    Zitat Zitat von SPY#-2194 Beitrag anzeigen
    Steel ich bin wirklich verwundert, das du mit so Argumenten wie dem Gasherd (alternativ tut es auch der beliebte Adventskranz) oder Reifen- und Bremsenabrieb kommst. Das sind Nebelkerzen, die so einfach nicht stimmen.
    Ist doch schön wenn du gute Gegenargumente hast, da brauchst du nicht verwundert sein! Wenn mein Argument kacke ist weiß ich es nicht besser Die Sache mit dem Gasherd scheint wirklich Unfug zu sein.
    Deine Begründung zu den PM aus Reifen-/Bremsenabrieb reicht mir aber nicht aus. Wenn man es sich ausrechnen kann, dann zeig her!

    Was sagst du denn hierzu?
    Wegen des Oldenburg-Marathons war die Innenstadt von morgens bis zum Nachmittag für den Verkehr gesperrt. Und was zeigte die Messstation am Heiligengeistwall an? Einen Mittelwert von 37 Mikrogramm ermittelte die Station (also knapp unter dem Grenzwert). Der Maximalwert lag bei 54 Mikrogramm (nach dem Marathon).

    Zum Vergleich: In der Autostadt Wolfsburg wurde bei normalem Sonntagsverkehr ein Mittelwert von 29 und ein Höchstwert von 44 Mikrogramm ermittelt.
    Worauf ich eigentlich hinaus will:
    Ob die Verschärfung eines Grenzwertes sinnvoll ist, sollte doch davon abhängen, ob eine dadurch eintretende Besserung überhaupt messbar ist. Das ist bei den Stickoxiden momentan definitiv nicht der Fall.

    Das sollte doch bei Maßnahmen allgemein so ablaufen, Messwert festlegen, natürliche Abweichung feststellen, Maßnahme ergreifen, testen ob Maßnahme funktioniert hat, wenn ja dann weiter ausbauen, wenn kontraproduktiv Maßnahme rückgängig machen. Oder ist das so abwegig?

    Die Anforderungen an die Abgasreinigung bei hohen und dynamischen Lasten wurden gerade erst duch die Einführung von WLTP und RDE deutlich erhöht.
    "Halb so giftig" kann durchaus ausreichen, denn, wie schon der Theophrast von Hohenheim zu sagen pflegte, "Die Dosis macht das Gift!".

    Es geht auch nicht darum 100 % E-Fuels zu verwenden, sondern einen ausgeglichenen Mix von Antriebs- und Speichertechnologien, der den jeweiligen Anforderungen optimal gerecht wird und gut zu unserer sonstigen Energiepolitik passt.
    Alternative Kraftstoffe aus Biomasse sind auch so eine Sache die noch großes Potential birgt. Z.B. Beimischung von 20% 1-Octanol senkt die Partikelemissionen eines Dieselmotors mal eben auf 1/30 des Euro 6b-Grenzwerts.
    Wenn Wind und Solar weiter ausgebaut werden, bieten sich die E-Fuels als mittel- und langfristige Speichermöglichkeit an, und es wäre unklug aus ideologischen Gründen auf 100% BEV zu bestehen. Es hat alles eine Vor- und Nachteile.
    z.B. erzeugt ein mit e-gas betriebener Erdgas-Audi über 150 000 km weniger CO2-Emission als ein E-Golf, wenn man die Herstellung mit einberechnet.

    Momentan geht man davon aus, dass 2030 circa 30% BEV in Europa verkauft werden. Wie genau das ist sei mal dahingestellt, jedenfalls sind es bei Weitem nicht 100%.

  10. #895
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    Ich sage ja, es ist Unfug nur an einer Schraube zu drehen und auf ein Pferd zu setzen. Es gibt zig Mobilitätsarten, da ist auch zukünftig Batteriespeicher keine Lösung. Nehmen wir Schiffe oder Flugzeuge.
    Genau da wären e-Fuel Ansätze der Königsweg.

    Ach und man sollte Sportschuhe in Innenstädten verbieten.

    Spaß beiseite. Wurde denn nun geklärt, ob die Oldenburger Messstation fehlerhaft war?

    Denn dann wäre es natürlich auch dämlich, von einer fehlerhaften Messstation direkt alle anderen Messwerte und das Messverfahren an sich in Frage zu stellen. Dann hätten die Oldenburger zukünftig eventuell weniger Überschreitungen, andere aber eben nicht.
    Geändert von SPY#-2194 (06.05.2019 um 22:36 Uhr)
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  11. #896
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  12. #897

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    https://www.auto-motor-und-sport.de/...m-realbetrieb/
    Reinigt der Diesel wirklich die Luft?
    Stimmt es, dass heutige Diesel so sauber sind, dass sie sogar die Umgebungsluft reinigen? Wir haben nachgemessen, was bei aktuellen Selbstzündern hinten rauskommt – mit erstaunlichem Ergebnis.

  13. #898
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    Grandioser Artikel...
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  14. #899
    alter Sack e.V. Mitglied Avatar von fischi
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    Gestern Anne Will geschaut? Für die öffentliche Diskussion scheint das Thema längst durch zu sein. Der Diesel ist tot, das Auto ein überflüssiges Relikt aus alten Zeiten, jetzt müssen andere Konzepte her. Sachliche Debatte? Fehlanzeige.
    Aus dem Alter bin ich raus.

  15. #900
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    Auf den Punkt gebracht, sehr fein. Ich hatte ähnliches mal weiter vorne für die NOx-Reduzierung durch Gasturbinen erwähnt: Ruhrpott, Stationäranlage, 50 mg/m³-Emissiongrenzwert für die Anlage, Ansaugspitzenwerte lagen bei 200 mg/m³.

    Das ist keine Entschuldigung für den Verbrenner neuester Technologie an sich, aber es rückt die Dinge in ein ehrlicheres Licht. Dinge vor allem zu polarisieren ist heutiger Politikstil, erzeugt vielleicht am meisten Zustimmung in den sozialen Medien , die Medien verkaufen dass dann gerne auch noch. Da braucht es dann wieder viel Lobbyarbeit um sowas zu veröffentlichen oder vorsichtiger formuliert anzuregen. Würde mehr investigativer Journalismus gekauft, würden wir eine dichtere und breitere Faktenbasis erleben. Das ist ein Mangel unserer Zeit, essentielles darf nichts mehr kosten, alles richtet sich entsprechend danach...am Ende diktiert dann einer zum Bestpreis via Twitter die "wahren" Neuigkeiten und Fakten.

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